Nach einer mehr als 12-stündigen Sitzung hat der Gemeinderat der Stadt Stuttgart einen genehmigungsfähigen Doppelhaushalt verabschiedet. Die Entscheidung fiel noch vor der Weihnachtspause. Ohne die beschlossenen Kürzungen hätten rund 800 Millionen Euro im Haushalt gefehlt. Der finanzielle Rahmen zwingt die Stadt zu Einschnitten in mehreren Bereichen. Der neue Haushalt betrifft soziale Leistungen, Kultur, Steuern und Investitionen. Gleichzeitig werden Rücklagen aufgelöst und Sondermittel eingeplant. Oberbürgermeister Frank Nopper von der CDU sprach von schmerzhaften Kürzungen, betonte aber den Erhalt zentraler Investitionen und Förderprogramme. Die angespannte Lage der Stadtfinanzen steht dabei auch im Zusammenhang mit strukturellen Problemen wie der Entwicklung der Stuttgarter Innenstadt.