Inhaltsverzeichnis:
- Mehr als 2000 Verstöße in Stuttgart
- Ordnungsamt Stuttgart und Polizeipräsidium
- Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts
- Reaktionen in Plieningen und Ostfildern
Mehr als 2000 Verstöße in Stuttgart
Die Behörden registrierten seit Ende Juni über 2000 Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot. Zwischen dem 22. Juli und Anfang September wurden bei fünf Messungen in Fahrtrichtung Plieningen 711 und in Richtung Scharnhausen 696 Fahrzeuge gezählt, die das Verbot missachteten. Hinzu kamen weitere 623 Verstöße, die am 24. Juni festgestellt wurden.
Die Zahlen im Überblick:
- 711 Fahrzeuge in Richtung Plieningen
- 696 Fahrzeuge in Richtung Scharnhausen
- 623 Fahrzeuge am 24. Juni
- Insgesamt mehr als 2000 Verstöße in rund zweieinhalb Monaten
Damit bestätigte sich die Einschätzung der Stuttgarter Verkehrsüberwachung, dass das Durchfahrtsverbot weiterhin von vielen ignoriert wird.
Ordnungsamt Stuttgart und Polizeipräsidium
Das Ordnungsamt führte zusätzlich Schwerpunktkontrollen durch. Dabei wurden Fahrzeuge nicht nur geblitzt, sondern auch direkt angehalten. Die Stadt kündigte an, die Überwachung in unregelmäßigen Abständen fortzusetzen. Laut Bußgeldkatalog drohen 55 Euro Strafe für Pkw-Fahrer und 100 Euro für Lastwagen.
Eine teilstationäre Anlage zur Geschwindigkeits- und Durchfahrtskontrolle steht im Raum, ist aber bislang nicht bestätigt. Die Stadtverwaltung erklärte, dass man die Lage weiterhin beobachte und Maßnahmen nur im Bedarfsfall umsetzen werde.
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts
Die Sperrung der Scharnhauser Straße hängt direkt mit der Eröffnung der Südumfahrung Plieningen im Jahr 2022 zusammen. Das Bundesverwaltungsgericht entschied, dass die Umfahrung nur dann für den Verkehr freigegeben werden durfte, wenn der Abschnitt der Scharnhauser Straße gesperrt wird. Aufgrund von Verzögerungen wurde das Urteil erst im Frühjahr dieses Jahres umgesetzt.
Mit der Sperrung verlor Plieningen eine Direktverbindung nach Ostfildern. Viele Anwohner äußerten Unmut darüber. Einige plädierten für eine temporäre Wiederöffnung, andere hielten die Sperrung für konsequent.
Reaktionen in Plieningen und Ostfildern
Die Diskussion um die Zukunft der Straße bleibt lebendig. Für viele Einwohner bedeutet die Sperre längere Fahrzeiten. Besonders betroffen sind Pendler. Gleichzeitig sehen Befürworter der Maßnahme eine deutliche Entlastung für den Stadtteil.
Die Stadt Stuttgart hält an ihrer Linie fest:
- Fortführung der Kontrollen
- Prüfung weiterer Maßnahmen
- Abstimmung mit beteiligten Behörden
Wann eine dauerhafte Kontrollanlage installiert wird, ist noch offen. Sicher ist nur, dass die Scharnhauser Straße vorerst gesperrt bleibt.
Quelle: Stuttgarter Nachrichten, www.on-tge-top.net/de/