Inhaltsverzeichnis:
- Genehmigung für Abriss und Bauvorbereitung
- Finanzierung durch Land und Förderverein
- Entwurf und Dimensionen der neuen Elefantenwelt
- Zeitplan und Kostenentwicklung
Genehmigung für Abriss und Bauvorbereitung
Die Abrissgenehmigung umfasst sowohl die alten Stallungen als auch das angrenzende Restaurant. Laut Christian Angermann von der Hochbauabteilung Vermögen und Bau ist dies ein entscheidender Schritt. Die Genehmigung sei kürzlich eingegangen, nun fehle nur noch die Freigabe zur Baudurchführung durch das Finanzministerium.
Das Restaurant bleibt bis zum Ende der Sommerferien geöffnet und wird anschließend geschlossen. Noch in diesem Jahr sollen die Abbrucharbeiten beginnen. Die Ausschreibungen für die Rückbauarbeiten sind bereits vorbereitet. Ziel ist, das Gelände zügig für die Bauarbeiten der neuen Anlage freizumachen.
Finanzierung durch Land und Förderverein
Das Land Baden-Württemberg trägt als Eigentümer der Wilhelma den größten Teil der Kosten.
- Größe der Anlage: rund 2 Hektar
- Nutzfläche für Elefanten: 1,5 Hektar
- Bisher bewilligte Mittel: 11 Millionen Euro
- Bereits ausgegeben: 6,4 Millionen Euro
- Neu eingeplant im Haushalt: 51,1 Millionen Euro
Zusätzlich plant der Förderverein der Wilhelma, 15 Millionen Euro für den Bau beizusteuern. Vereinsvorsitzender Georg Fundel betonte, dass dies die größte Einzelförderung in der Geschichte des Vereins sei. Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin sieht in der neuen Anlage einen wichtigen Beitrag zur Erhaltungszucht stark gefährdeter Asiatischer Elefanten.
Entwurf und Dimensionen der neuen Elefantenwelt
Der Entwurf stammt vom Stuttgarter Büro Hermann + Bosch Architekten, gemeinsam mit MKK Architekten und dem Ingenieurbüro Knippers Helbig. Die geplante Anlage wird nördlich des bisherigen asiatischen Schaubauernhofs entstehen. Sie wird zehnmal größer sein als das aktuelle Gehege und Platz für bis zu 14 Elefanten bieten.
Seit 1952 leben Elefanten in der Wilhelma. Derzeit bewohnen die betagten Elefantenkühe Pama und Zella das Gelände. Das Elefantensymbol ziert auch viele Schilder in der Stadt und weist den Weg in den Zoo. Mit der neuen Anlage soll eine Reservepopulation geschaffen werden, um den Bestand der Asiatischen Elefanten langfristig zu sichern.
Zeitplan und Kostenentwicklung
Der Bau ist von 2025 bis 2029 vorgesehen. Die Gesamtkosten werden auf rund 87,73 Millionen Euro geschätzt. Darin enthalten sind bereits erwartete Preissteigerungen und Baukostenrisiken von über 19 Millionen Euro. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Anlage im Jahr 2029 vollständig fertiggestellt und eröffnet werden kann.
Quelle: Stuttgarter Zeitung, webrivaig.com/de