Inhaltsverzeichnis:
- Fundort nahe Löwentor und Evakuierung in Birkenäcker
- Notquartier in der Carl-Benz-Schule
- Sprengung des Zünders und Freigabe des Sperrgebiets
- Einsatzkräfte arbeiteten koordiniert
Fundort nahe Löwentor und Evakuierung in Birkenäcker
Die Fliegerbombe wurde gegen Mittag auf einer Baustelle in der Wetzlarer Straße bei Baggerarbeiten entdeckt. Der Fundort liegt in unmittelbarer Nähe des Löwentors. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst bestätigte ein Gewicht von 500 Kilogramm. Ab 16:30 Uhr begann die Polizei mit der Evakuierung eines 500-Meter-Radius um die Stelle.
Betroffen waren:
- Wohngebiete
- Ein Erholungsareal
- Teile eines Industriekomplexes
Etwa 6.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Polizei setzte Lautsprecherwagen ein und klopfte an Haustüren. Zusätzlich überflog eine Drohne das Gelände, um sicherzustellen, dass niemand in der Sperrzone verblieb.
Notquartier in der Carl-Benz-Schule
Für Menschen, die während der Entschärfung keine eigene Unterkunft finden konnten, wurde die Sporthalle der Carl-Benz-Schule auf dem Hallschlag geöffnet. Das Deutsche Rote Kreuz kümmerte sich dort um die evakuierten Personen. Das nahe gelegene Robert-Bosch-Krankenhaus stellte medizinische Hilfe bereit.
Bis 20:20 Uhr befanden sich rund 190 Menschen in der Notunterkunft. Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger stellte das Amt für öffentliche Ordnung eine Hotline unter der Nummer 0711 216-91911 zur Verfügung.
Sprengung des Zünders und Freigabe des Sperrgebiets
Am späten Abend erfolgte die kontrollierte Sprengung des Zünders. Ein lauter Knall war zu hören – laut Stadtverwaltung ein normaler Teil der Maßnahme. Unmittelbar danach wurde das gesamte Areal wieder freigegeben. Die Bewohnerinnen und Bewohner durften in ihre Wohnungen zurückkehren.
Wer nicht selbstständig zurückkehren konnte, wurde mit Kleinbussen der Stuttgarter Straßenbahnen sicher nach Hause gebracht. Auch die Stadtbahn sowie der Busverkehr nahmen ihren Betrieb wieder auf.
Einsatzkräfte arbeiteten koordiniert
Die Entschärfung verlief ohne Zwischenfälle. Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt und Sprengstoffexperten arbeiteten eng zusammen. Besonders herausfordernd war der Transport von Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Auch sie konnten rechtzeitig und sicher aus dem Gebiet gebracht werden.
Die Behörden zeigten sich mit dem Ablauf zufrieden. Die rasche Kommunikation über Lautsprecher, Plattformen und Notfallnummern habe laut Einsatzleitung geholfen, die Lage schnell zu bewältigen.
Quelle: SWR