Inhaltsverzeichnis:
- Hilfe durch den DRK-Kältebus in Stuttgart
- Ausstattung und Organisation des Projekts
- Unterstützung und Spendenmöglichkeiten
- Gefährliche Nächte und menschliche Solidarität
Hilfe durch den DRK-Kältebus in Stuttgart
Der weiße Kleinbus, ausgestattet mit Thermobehältern voller heißem Wasser, Tee, Instantmahlzeiten, Schlafsäcken und Hundebedarf, fährt durch die Nächte, in denen die Temperaturen bei null Grad oder darunter liegen. Rund 30 Personen pro Nacht konnten im vergangenen Winter unterstützt werden. Die Ehrenamtlichen besuchen bekannte Schlafplätze von Obdachlosen und reagieren auf Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern, die unter der Nummer 0711/219 54 776 Hilfe anfordern können.
Zwischen 22 Uhr und 2 Uhr nachts sind die Helfer unterwegs. Sie erreichen Menschen, die oft keinen Zugang zu Unterkünften haben. Laut DRK wurde im letzten Winter ein Mann mit einer Körpertemperatur von nur 31 Grad Celsius gefunden – ein lebensbedrohlicher Zustand.
Mehr über ähnliche städtische Einsätze in Stuttgart finden Sie unter Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes sichern das Stuttgarter Frühlingsfest.
Ausstattung und Organisation des Projekts
Der Kältebus verfügt über zwei zentrale Ausrüstungsbereiche:
- Ein Fach mit Decken und Schlafsäcken.
- Ein Fach mit Tierbedarf für Obdachlose mit Hunden.
Zudem transportieren die Freiwilligen:
- große Thermoskannen mit heißem Wasser,
- Lebensmittel für schnelle Mahlzeiten,
- warme Kleidung und Hygieneartikel.
Das Ziel ist, die schlimmste Not in frostigen Nächten zu lindern und gesundheitliche Risiken zu verhindern. Seit 2013 fährt der Kältebus regelmäßig im Winterhalbjahr zwischen November und März. Das Angebot wurde später durch einen Hitzebus ergänzt, der im Sommer kühlende Hilfe leistet.
Unterstützung und Spendenmöglichkeiten
Wer das Projekt unterstützen möchte, hat mehrere Optionen. Sach- und Geldspenden sind willkommen, sollten aber vorab mit dem DRK-Team abgestimmt werden. So können Helfer gezielt mitteilen, welche Artikel tatsächlich benötigt werden. Wärmflaschen zum Beispiel sind wenig geeignet, da sie auf der Straße nicht wieder befüllt werden können.
Stuttgarterinnen und Stuttgarter werden gebeten, aufmerksam zu sein und Menschen in Not zu melden, anstatt selbst aktiv einzugreifen. Der Kontakt über die Hotline sichert eine schnelle und koordinierte Hilfe.
Eine Liste weiterer sozialer Initiativen und Projekte in der Stadt ist unter Stuttgarter Weihnachtsmarkt eröffnet zu finden.
Gefährliche Nächte und menschliche Solidarität
Der Wintereinbruch stellt für Obdachlose eine ernste Bedrohung dar. Schon wenige Stunden in der Kälte können gesundheitliche Schäden verursachen. Der DRK-Kältebus ist daher ein wichtiger Bestandteil der Notversorgung in Stuttgart. Das Engagement der Ehrenamtlichen sorgt dafür, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Mehr Informationen über aktuelle Hilfsaktionen und gesellschaftliches Engagement in der Region gibt es hier.
Quelle: STUTTGARTER ZEITUNG, 360 EDUMOBI