Inhaltsverzeichnis
- Arbeiter-Samariter-Bund Stuttgart und 146 Kinder
- Anna Linder und Gesamtelternbeirat Stuttgart
- Markus Mitzenheim und Personalwechsel beim ASB
- Isabel Fezer und Stadt Stuttgart
Arbeiter-Samariter-Bund Stuttgart und 146 Kinder
Arbeiter-Samariter-Bund hatte die Schulbegleitung für 146 Schülerinnen und Schüler übernommen. Nach der Kündigung durch die Stadt stehen diese Kinder vor einem Betreuungswechsel. Die Verwaltung erklärte, dass Gespräche mit Schulen, Eltern und neuen Trägern geführt wurden. Ziel war eine Übergangslösung nach den Faschingsferien.
Vorgesehen ist eine zeitlich befristete Betreuung in kleineren Gruppen. Das betrifft Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf. Eine individuelle 1 zu 1 Begleitung wird unmittelbar nach den Ferien nicht verfügbar sein. Einige Träger müssen Fachkräfte neu gewinnen, um die Betreuung langfristig sicherzustellen. Hinweise auf strukturelle Engpässe im Bereich der Kinderbetreuung finden sich auch hier.
Weitere Informationen zur Organisation bietet die offizielle Seite des ASB unter asb.de.
Anna Linder und Gesamtelternbeirat Stuttgart
Anna Linder, Vertreterin im Stuttgarter Gesamtelternbeirat, stimmte sich am Donnerstagabend mit betroffenen Eltern ab. Sie äußerte Zweifel an der Wirksamkeit des angekündigten Notprogramms. Nach ihrer Einschätzung seien ab Montag zwei Drittel aller Kinder vollständig zu Hause.
Nur wenige Schulen könnten eine kurzfristige Betreuung für einzelne Tage ermöglichen. Das führe auch zu Belastungen im Schulalltag. Kinder, die weiterhin von anderen Trägern begleitet werden, könnten ebenfalls beeinträchtigt sein.
Alle Eltern erhielten laut Linder einen Brief der Stadt. Darin bittet die Verwaltung um Geduld und Verständnis. Linder erklärte wörtlich "Genau das haben wir nicht - wir haben weder Geduld noch Verständnis." Zur aktuellen Debatte um familienfreundliche Städte wird ebenfalls intensiv berichtet.
Markus Mitzenheim und Personalwechsel beim ASB
Nach Angaben eines Stadtsprechers liegen keine Zahlen vor, wie viele Begleitpersonen vom ASB zu einem anderen Anbieter gewechselt sind. Einige Kräfte wollten weiterhin ihr bisher betreutes Kind unterstützen. Aus einzelnen Familien kam die Rückmeldung, dass ein Wechsel gelungen sei. Laut Linder betrifft das nur wenige Fälle.
Beim ASB laufen Gespräche über Aufhebungsverträge. Etwa die Hälfte der festangestellten Schulbegleiter erwägt einen Wechsel zu einem anderen Träger. Das entspricht rund 30 Arbeitskräften. Geschäftsführer Markus Mitzenheim erklärte, man habe nach der Kündigung nicht genügend Aufgaben, um diese Beschäftigten anderweitig einzusetzen.
Isabel Fezer und Stadt Stuttgart
Die Stadt verteidigte ihr Vorgehen. Nach eigenen Angaben sind alle relevanten Kapazitäten der zuständigen Referate gebunden, um die Betreuung sicherzustellen. Wie viele Schülerinnen und Schüler am Montag tatsächlich am Unterricht teilnehmen können, lasse sich noch nicht exakt beziffern.
Isabel Fezer betonte, man bemühe sich, dass Streitigkeiten nicht zu Lasten der Kinder, Jugendlichen und Familien gingen. In der kommenden Woche will die Stadt den aktuellen Stand der Versorgung überprüfen. Erst danach soll eine Aufarbeitung der Ereignisse erfolgen.
Die Situation bleibt angespannt. Eltern fordern verlässliche Lösungen. Die Stadt verweist auf laufende Abstimmungen. Zahlen und konkrete Zusagen sollen in den nächsten Tagen folgen.
FAQ
Wie viele Kinder sind vom ASB-Aus in Stuttgart betroffen?
Insgesamt sind 146 Schülerinnen und Schüler betroffen, deren Schulbegleitung durch den Arbeiter-Samariter-Bund beendet wurde.
Gibt es nach den Faschingsferien eine 1 zu 1 Betreuung?
Nein. Direkt nach den Ferien wird es keine flächendeckende 1 zu 1 Begleitung geben, da neue Träger teilweise noch zusätzliches Personal einstellen müssen.
Was plant die Stadt Stuttgart als Übergangslösung?
Die Stadt sieht eine vorübergehende Betreuung in kleineren Gruppen vor, bis die reguläre Schulbegleitung wieder vollständig organisiert ist.
Wie viele Kinder bleiben laut Elternvertretung zunächst zu Hause?
Nach Einschätzung von Anna Linder werden etwa zwei Drittel der betroffenen Kinder nach den Faschingsferien zunächst nicht am Unterricht teilnehmen können.
Wie viele ASB-Mitarbeitende erwägen einen Wechsel zu anderen Trägern?
Rund die Hälfte der festangestellten Schulbegleiter, etwa 30 Personen, zieht einen Wechsel zu einem anderen Träger in Betracht.
Wie reagiert die Stadt auf die Kritik der Eltern?
Die Stadt betont, dass alle relevanten Kapazitäten gebunden seien, um die Betreuung sicherzustellen, und dass man sich bemühe, Nachteile für Kinder und Familien zu vermeiden.
Quelle: SWR, SN2 WORLD