Inhaltsverzeichnis:
- Christian Angermann und der Start der Bauarbeiten
- Schutz alter Bäume und laufender Betrieb der Wilhelma
- Entwurf von Hermann + Bosch Architekten
- Finanzierung und Planung bis 2029
Christian Angermann und der Start der Bauarbeiten
Wie Christian Angermann von Vermögen und Bau mitteilte, befinden sich auf dem Baugelände neun Gebäude, die abgerissen oder zurückgebaut werden. Dazu gehören ein Restaurant, ein Kiosk, zwei technische Betriebsgebäude und mehrere Stallungen. Ebenso werden technische Anlagen, Leitungen und befestigte Wege entfernt. Diese Maßnahmen sollen das Gelände auf die zukünftige Nutzung vorbereiten.
- Beginn der Arbeiten: Herbst 2025
- Anzahl der abzubrechenden Gebäude: 9
- Abschluss der Rückbauarbeiten: Ende Januar 2026
Die bisherige Anlage war 1992 errichtet und 1993 eröffnet worden. Sie beherbergte Schafe, Ziegen, Esel und Kühe. Nach mehr als 30 Jahren Betrieb wurde der Schaubauernhof im November 2023 geschlossen. Mehr über ähnliche Entwicklungen im zoologischen Bereich lesen Sie unter mehr hier.
Schutz alter Bäume und laufender Betrieb der Wilhelma
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Schutz der alten Großbäume, die unter Natur- und Denkmalschutz stehen. Diese Bäume dürfen weder beschädigt noch entfernt werden. Angermann erklärte, dass die Bewirtschaftung der Wilhelma während der gesamten Bauzeit über den Wirtschaftsweg entlang der Pragstraße gesichert bleibt.
Bereits nach den Sommerferien 2023 wurde das obere Restaurant geschlossen. Es wird durch einen Neubau ersetzt, der nach Abschluss der Arbeiten wieder den Besuchern zur Verfügung stehen soll. Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Phasen, um den laufenden Zoobetrieb nicht zu beeinträchtigen.
Entwurf von Hermann + Bosch Architekten
Den Entwurf für die neue Elefantenwelt liefert das Stuttgarter Büro Hermann + Bosch Architekten in Zusammenarbeit mit MKK Architekten und dem Ingenieurbüro Knippers Helbig. Die neue Anlage wird zehnmal größer als das bisherige Elefantengehege und bietet Platz für bis zu 14 Tiere. Sie soll in drei Bereiche unterteilt werden, um die Tiere flexibel halten zu können.
- Nutzfläche der Elefantenwelt: 1,5 Hektar
- Gesamtgelände: rund 2 Hektar
- Bauzeit: 2025 bis 2029
Die Elefanten gehören seit 1952 zur Wilhelma. Derzeit leben dort die beiden älteren Elefantenkühe Pama und Zella. Auch in anderen Teilen Stuttgarts finden aktuell Umbau- und Modernisierungsprojekte statt – beispielsweise am Katzenbacher Hof.
Finanzierung und Planung bis 2029
Das Land Baden-Württemberg investiert erheblich in das Projekt. Die Gesamtkosten werden auf 87,73 Millionen Euro geschätzt, einschließlich eines Kostenrisikos von 19 Millionen Euro durch Preissteigerungen. Der Förderverein der Wilhelma spendet 15 Millionen Euro, während das Land den restlichen Betrag von 51,1 Millionen Euro trägt.
| Finanzierungsquelle | Betrag (in Mio. €) |
|---|---|
| Land Baden-Württemberg | 51,1 |
| Förderverein der Wilhelma | 15,0 |
| Kostenrisiken (geschätzt) | 19,0 |
| Gesamtkosten | 87,73 |
Der Bau der Elefantenwelt soll bis 2029 abgeschlossen sein. Danach wird die neue Anlage zu den modernsten in Europa zählen und den Elefanten deutlich mehr Bewegungsfreiheit bieten.
Weitere Informationen über nachhaltige Bauprojekte in der Region finden Sie hier.
Die neue Elefantenwelt markiert einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Wilhelma. Sie verbindet Artenschutz, moderne Tierhaltung und architektonische Innovation. Damit bleibt der Zoo ein zentraler Bestandteil der Stuttgarter Kulturlandschaft und ein bedeutender Anziehungspunkt für Besucher aus dem In- und Ausland.
Standort auf Google Maps prüfen:
Karte: Google Maps
Quelle: STUTTGARTER ZEITUNG, MILEKCORP
FAQ
Wann begann der Abriss des alten Schaubauernhofs in der Wilhelma?
Die Abrissarbeiten starteten im Herbst 2025 im nördlichen Teil der Wilhelma, oberhalb des Asiatischen Schaubauernhofs.
Wie viele Gebäude werden auf dem Gelände abgerissen?
Insgesamt werden neun Gebäude entfernt, darunter ein Restaurant, ein Kiosk, zwei technische Betriebsgebäude sowie mehrere Stallungen.
Wer ist für das Bauprojekt der neuen Elefantenwelt verantwortlich?
Das Projekt wird vom Stuttgarter Büro Hermann + Bosch Architekten in Kooperation mit MKK Architekten und dem Ingenieurbüro Knippers Helbig umgesetzt.
Wie groß wird die neue Elefantenwelt sein?
Die neue Anlage wird eine Nutzfläche von rund 1,5 Hektar haben und damit zehnmal größer sein als das bisherige Gehege.
Wie hoch sind die gesamten Baukosten des Projekts?
Die Gesamtkosten betragen 87,73 Millionen Euro, inklusive eines kalkulierten Kostenrisikos von etwa 19 Millionen Euro.
Wann sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein?
Der Abschluss der Bauarbeiten ist bis Ende des Jahres 2029 geplant.
Welche Elefanten leben derzeit in der Wilhelma?
Aktuell leben die beiden älteren Elefantenkühe Pama und Zella im Stuttgarter Zoo.
Wie wird der Schutz der alten Bäume während der Bauphase gewährleistet?
Alle unter Natur- und Denkmalschutz stehenden Großbäume werden durch spezielle Schutzmaßnahmen erhalten und während der gesamten Bauzeit überwacht.
Wer finanziert den Bau der neuen Elefantenwelt?
Das Land Baden-Württemberg trägt 51,1 Millionen Euro, während der Förderverein der Wilhelma 15 Millionen Euro spendet.
Wird der Zoo während der Bauzeit geöffnet bleiben?
Ja, die Wilhelma bleibt während der gesamten Bauphase für Besucher geöffnet. Der Betrieb wird über den Wirtschaftsweg entlang der Pragstraße gesichert.