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Industrie 4.0 – Potential für deutsche Wirtschaft und Risiko in puncto Sicherheit
Industrie 4.0 – Potential für deutsche Wirtschaft und Risiko in puncto Sicherheit
Time icon 7 December 2018, 9:12 am

Die Zukunft der deutschen Wirtschaft hängt maßgeblich von Big Data, Industrie 4.0 und die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) ab. So lautet die mehrheitliche Einschätzung von Politikern und Unternehmern in Deutschland. Gleichzeitig droht mit der Digitalisierung ein stetig wachsendes Sicherheitsrisiko.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie vom Wirtschaftsdienstleister Deloitte und dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD), für die 528 Führungskräfte aus der deutschen Wirtschaft und Politik befragt wurden. Der „Cyber Report 2018“ zeigt: Politik und Wirtschaft müssen bei den Sicherheitsherausforderungen enger zusammenarbeiten. 

 

Industrie 4.0 ist längst in der Wirtschaft angekommen – und die Sicherheitsprobleme ebenso 

Aktuell arbeiten hierzulande 45 % aller Unternehmen mit digital vernetzten Büroanwendungen oder Produktionsanlagen, 25 % nutzen Big Data und 9% greifen auf KI-Anwendungen zurück.

Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren verstärken. 61 % aller Unternehmer sowie 82 % der Abgeordneten setzen voraus, dass die wirtschaftliche Zukunft in Deutschland maßgeblich von der Digitalisierung abhängen wird.

Gleichzeitig erkennen 83 % aller Wirtschaftsentscheider und 75 % der Abgeordneten, dass mit der Digitalisierung die Risiken durch Cyberattacken stetig ansteigen. 93 % aller großen und mittleren Unternehmen waren schon von IT-Angriffen betroffen. 46 % müssen täglich oder zumindest wöchentlich mit Cyberattacken umgehen.

Als größte Bedrohungen schätzen Wirtschaftsentscheider folgende Risiken ein: Schadsoftware und Computerviren (77 %), Meinungsmanipulation und Fake News (75 %), Internet-Datenbetrug (74 %), Stillstand von Infrastruktureinrichtungen durch Hacker-Angriffe (68 %) und Social-Media-Missbrauch von persönlichen Daten (64 %). 

 

Wirtschaft wünscht sich mehr Hilfen durch die Politik 

Bislang sind deutsche Unternehmen bei Sicherheitsproblemen auf sich selbst gestellt. Deshalb wünschen sich 46 % der Wirtschaftslenker stärkere Unterstützung durch die Politik. Zugleich bezweifeln 79 % aller Unternehmer und 68% der Abgeordneten, dass staatlichen Stellen die angemessene Ausstattung samt Know-how zur Verfügung haben.

Woran es aktuell am dringendsten mangelt, fasst Cyber-Risk-Experte Peter Wirnsperger von Deloitte zusammen: Der Staat sollte einen intensiveren Dialog mit der Wirtschaft führen, seine Digitalisierungspolitik regelmäßig evaluieren, Informationen zentralisieren und den Umgang mit Cyberrisiken systematisch und strategisch vorbereiten sowie eine Vorwärtsverteidigung entwickeln. 

Schnelles Handeln wäre hier tatsächlich geboten – für die Zukunft der deutschen Wirtschaft.

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