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Arbeitsproduktivität im Maschinenbau sorgt für Probleme
Arbeitsproduktivität im Maschinenbau sorgt für Probleme
Time icon19 October 2018, 8:10 am

Laut einer aktuellen Branchenstudie des Mannheimer Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung, kurz ZEW, sowie dem Karlsruher Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung ISI kam es in den Jahren 2011 bis 2015 zu einem starken Rückgang der Arbeitsproduktivität im Maschinenbau. Das führte dazu, dass mittlerweile der Tiefpunkt, der während der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 erreicht war, unterboten wurde. 

Doch worin sind die Gründe für diesen starken Negativtrend zu sehen und wie kann er aufgehalten werden? 

 

Mögliche Gründe für den Produktionsrückgang im Maschinenbau 

Zum einen kann der Rückgang der Arbeitsproduktivität durch eine Entwicklung erklärt werden, die momentan zahlreiche Branchen betrifft, in vielen jedoch zu einer Effizienzsteigerung geführt hat. Durch die Digitalisierung von Arbeitsprozessen konnten tatsächlich weniger Produktivitätsgewinne verbucht werden, als ursprünglich angenommen. Vor allem die neuesten Konzepte einer digitalen Fabrik führen nicht zu den Ergebnissen, die man sich ursprünglich erhofft hatte. Des Weiteren führen der immer weiter steigende Anteil an Dienstleistungen sowie die Internationalisierung dazu, dass weniger Produktivitätswachstum möglich ist. 

Während die Arbeitsproduktivität einem Artikel der Düsseldorfer "Rheinischen Post zur Folge noch ca. 23 % über dem Industriemittel lag, kam es bis zum Jahr 2015 zu einem Absturz von bis zu 10 % unter dem deutschen Durchschnitt in der Industrie. In anderen Ländern war dieser Negativtrend nicht so ausgeprägt. Die Niederlande, Österreich und auch Schweden konnten in Sachen Arbeitsproduktivität mittlerweile an Deutschland vorbeiziehen. Für viele Forscher stellt diese Entwicklung einen Widerspruch dar, da es zu dieser Produktionsschwäche trotz guter Kennzahlen in anderer wirtschaftlichen Bereichen gekommen ist. 

 

Den Negativtrend aufhalten – so kann es mit dem Maschinenbau wieder bergauf gehen 

In dem bereits erwähnten Artikel spricht sich der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, kurz VDMA dafür aus, dass es Zeit wird zu handeln. Produktivitätsgewinne seien maßgeblich für nachhaltigen Erfolg verantwortlich. Damit das gelingt, muss in neue Technologien investiert und unkonventionelle Geschäftsmodelle ausgetestet werden

Nur dann wird es möglich sein, eine effektive Steigerung der Arbeitsproduktivität im Maschinenbau zu erreichen.

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